Archiv für Oktober 2012

Ausgabe 10/2012

Servus liebe Kolleginnen und Kollegen,

Schon die 10. Ausgabe unserer kritischen und parteiischen Mitarbeiter_innenzeitung. Unser Ziel war und ist es auch weiterhin, aktuelle sowie grundsätzliche Themen über unsere Arbeit und die Arbeit im Allgemeinen zu schreiben und ein Kommunikationsmittel für die Belegschaft zu sein. Schließlich verbringen wir mehr Zeit in der Arbeit, als mit unseren Familien und Freunden außerhalb der MAN.

Aber leider haben sich die Verhältnisse nicht verbessert, sondern drohen sogar drastisch zu verschlechtern. Wovor wir in der letzten Ausgabe schon gewarnt haben, ist jetzt schon eingetroffen. VW übernimmt die komplette Kontrolle und das mit allen Konsequenzen. Sauberkeit und Ordnung, Produktivität und die Krankenquote, das ist der 3 Punkte Plan der neuen Chefs. Was das bedeutet, haben wir im Punkt Sauberkeit schon zu spüren bekommen. Klinische Sauberkeit und Ingenieure, die den Boden oder Regale sauber machen müssen. Natürlich wars lustig auch mal die Ingenieure und Modulleiter putzen zu sehen, doch an sich ist die ganze Sache alles andere als lustig! Denn wenn bei dem Punkt Sauberkeit schon so ein Druck gemacht wird, dann wollen wir erst gar nicht an die Punkte Produktivität und Krankenquote denken. Es sind schon Zahlen von bis zu 20% Personaleinsparungen zu hören und das sind leider nicht nur dumme Gerüchte. Auch mit dem Einstufen von erkrankten Mitarbeiter_innen (AVP) bis hin zu Gesprächen bei der Personalabteilung gibt es heute schon ein unmenschliches System der Einschüchterung bei Erkrankungen (Übrigens, wer krank ist, ist krank. Scheißegal was die Chefs sagen!). Und bei den ständigen Personaleinsparungen ist es auch kein Wunder, dass immer mehr Kollegen und Kolleginnen krank sind und damit eine so hohe Krankenquote herrscht. Wie soll das ganze noch weiter gehen?! Mit Drohungen gegen Ingenieure, Segmentleiter_innen und Bandarbeiter_innen machen sich die Chefs mit ihrer neuen Macht durch VW bemerkbar. Auch der Betriebsrat zeigt sich eingeschüchtert, dabei waren sie es, die die Übernahme begrüßt haben und gesagt haben, MAN bleibt MAN. So kann und darf es nicht weitergehen! Das sind Verhältnisse, die nicht eintreffen dürfen!

Neben diesen Grundlegenden Veränderungen wirkt der nächste Punkt fast schon lächerlich. Aber um mal zu zeigen wie unsinnig das Geld raus geschmissen wird, wurden die MAN Farben von Grau mit Gelb, zu Grau mit Rot geändert. Das ist genau das was wir brauchen… Jetzt müssen alle Broschüren, Werbebanner und auch Schilder ausgetauscht werden, weil die Farbe Gelb nicht mehr gewollt ist.

Was wir in alten Ausgaben nicht nur einmal erwähnten, es gibt bis heute keinen an die Arbeitsplätze nahegelegenen Pausenplätze für die Mitarbeiter_innen an den Montagebereichen in der Halle 4. Bei der Planung scheinbar einfach mal vergessen, ist das bis heute eine immer noch nicht umgesetzte Forderung. Aber daran sieht man wieder mal, dass der Gewinn wichtiger als das Wohl der Mitarbeiter_innen ist.

Zwei uns wichtige Punkte seit der letzten Ausgabe sind auch die Produktion von Militär Fahrzeugen und die ausgefallene Betriebsversammlung. Zwar werden in der Achsproduktion schon lange Achsen für das Militär gebaut, aber jetzt mussten mit einer übertriebenen Achtsamkeit auch noch komplette Militärfahrzeuge vom Band rollen. Auch wenn es wohl der Wille von den Kunden war, aber kein einzigen Kratzer oder Fettfleck bei der Produktion hinterlassen zu dürfen…einfach nur noch zum Kopfschütteln. Da mussten dann extra andere Einweghandschuhe für jedes einzelne Fahrzeug angezogen werden, damit die spezielle Matt Lackierung nicht beschädigt wird und sei es nur ein Fingerabdruck. Wir sagen zu dem Ganzen nur, kein Geschäft mit dem Krieg! Wir wollen kein Blut an unseren Händen haben!

Außerdem ist eine Betriebsversammlung, die normalerweise Ende September stattfinden müsste, einfach ausgefallen. Da nimmt der Betriebsrat seine Pflicht wohl nicht so ernst, die Mitarbeiter_innen in unserem Werk zu Informieren. Wie oft haben wir es schon geschrieben, wir stehen hinter Betriebsrat und Gewerkschaft, aber nur wenn sie hinter uns stehen und nicht zu allem Ja und Amen sagen und uns nur verarschen. Leider aber auch hier wieder ein Versäumnis, dass uns zu denken gibt.

Etwas Positives können wir allerdings doch noch berichten, wir haben mitbekommen wie ein Kollege von einem Montageband vor dem Gericht gegen die MAN klagte und gewann! Er bekam eine Abmahnung, weil er nicht vorarbeiten wollte, wie der Meister es ihm befohlen hatte. Er sagte, ich arbeite nur an meinem Arbeitsplatz und bekam damit Recht. Die Abmahnung musste zurück genommen werden und eine hohe Entschädigung an den Mitarbeiter gezahlt werden. Es gibt also doch noch Gerechtigkeit, man muss nur dafür kämpfen und sich nicht einschüchtern lassen!

Interview mit einem Mitarbeiter

In der Ausgabe 7 haben wir zu einem anonymen Interview aufgerufen, das wir nun veröffentlichen wollen.

Werkerinfo: Erzähl mal kurz, wo und seit wann du bei MAN arbeitest und wie du in die Firma kamst.

Kollege: Also, ich arbeite seit nun 17 Jahren bei MAN und bin seit paar Jahren in der Achsproduktion. Über Freunde hab ich erfahren, dass MAN Leute gesucht hat. Erst über einen befristeten Vertrag und dann unbefristet. Damals bist du aber noch überall viel einfacherer rein gekommen, MAN waren die ersten, die sich gemeldet haben.

Werkerinfo: Wo hast du denn vorher gearbeitet und warum bist du in die Achsproduktion gewechselt?

Kollege: Ich hab vorher in der LKW Montage gearbeitet und hab dann aus Geldgründen und weil Leute gesucht wurden gewechselt.

Werkerinfo: Gibt es Unterschiede zwischen den Hallen aus deiner Sicht und bist du jetzt zufrieden?

Kollege: Ja, es gibt schon Unterschiede. Die Luft stinkt nach Öl (,auch wenn man sich daran gewohnt hat), die Arbeit ist auch stressiger, weil das Band die ganze zeit läuft und der Takt kurz ist. Zufrieden kann ich aber nicht sagen. Die Arbeit ist eben stressig und dann noch das Öl überall, dass macht nach der Zeit krank. Da ist mir der Zuschlag mittlerweile auch egal.

Werkerinfo: Sehen das deine Kollegen und Kolleginnen auch so?

Kollege: Na klar! Aber das ist ja überall so. Egal wo man hinschaut wird Personal gespart. Aber was sollen wir machen?? Wir sind ja alle auf das Geld angewiesen. Viele Arbeiten mit Schmerzen, ob Bandscheibe oder Schulter, das ist echt schlimm!

Werkerinfo: Habt ihr schon versucht etwas dagegen zu machen? Zum Betriebsrat gehen oder selbst was Unternehmen?

Kollege: Natürlich machen die Leute was, aber das sind dann Einzelaktionen, weil einem was nicht passt an seiner Arbeit oder er Schmerzen hat. Der geht dann zum Betriebsrat oder zum Arzt um sich über den Arbeitsplatz zu beschweren. Aber das hilft ja auch nicht immer und nicht allen. Am Ende muss man halt krank machen, anders geht’s leider nicht. Es ist halt immer ein Kampf gegen die Chefs, die alles immer noch produktiver haben wollen. Gehst du zum Betriebsrat, dann kann es sein, dass es dir was bringt oder er dich wieder zum arbeiten schickt, ohne das was passiert. Und oft hilft er auch nur, wenn du ihn kennst. Und gemeinsam haben wir noch nichts gemacht. Ich denke, da haben alle zu viel Angst.

Werkerinfo: Die Probleme kennen wir auch. Auf der einen Seite müssen wir uns selbst schützen, auf der anderen Seite wollen wir aber was verändern. Warum glaubst du, dass es noch keine Arbeitskämpfe innerhalb der MAN gibt?
Kollege: Ich glaube, dass jeder immer noch zu sehr auf sich selbst schaut. Viele verlassen sich immer noch zu sehr auf den Betriebsrat und denken, der wird das schon regeln. Oder sie machen einfach krank. Sprech ich mit den Kollegen, dann regen sich schon viele auf. Aber offensiv kämpfen wollen sie nicht. Entweder ist es ihnen dann doch nicht so wichtig oder sie haben zu viel Angst.

Werkerinfo: Wir sagen es ja immer wieder, miteinander reden ist sehr wichtig. Nur so kann man einschätzen, ob man gemeinsam was machen und erreichen kann. Es ist auch wichtig, Kollegen und Kolleginnen zu ermutigen, auch mit zu machen. Denn nur so kann sich etwas verändern.
Wie stehst du denn zum 8 Stunden-Tag in Bezug auf Freizeit und Familie, falls du eine hast?

Kollege: Naja, ich bin es eigentlich nicht anders gewohnt als 8 Stunden zu arbeiten, war ja früher auch immer so. Aber ja, ich hab Familie und leider zu wenig Freizeit. Da macht sich die Stunde dann schon bemerkbar. Das bemerkte ich vor allem dann, als wir 7 Stunden gearbeitet haben, da hatte ich mehr Zeit für die Kinder und Erledigungen. Aber irgendwie müssen ja auch Stunden aufgebaut oder Minusstunden abgebaut werden.

Werkerinfo: Wir danken dir für das Interview und wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

Kollege: Ich danke auch und wünsche Euch auch alles Gute und viel Kraft im weiteren Kampf!

Blick über den Tellerrand

Mit dem Auszug aus einem Zeitungsartikel wollen wir auf ein immer größer werdendes Problem aufmerksam machen. Damit Deutschland auch weiterhin so Wirtschaftsstark ist, haben schon vorherige Regierungen den Weg für einen immer größeren Niedriglohnsektor frei gemacht. Es geht darum, Deutschland mit allen Mitteln Wettbewerbsfähig zu halten. Egal ob die Menschen ihr Gehalt bzw. Rente mit Harz IV aufstocken müssen. Das trifft zum Teil auch auf uns zu, denn z.B. steigt unser Gehalt nicht so stark, wie die Preise (und bedeutet damit ein Reallohnverlust). Dazu kommt, dass immer mehr Arbeit auf immer weniger Mitarbeiter_innen aufgeteilt wird. So wird das, was mal Fortschritt war, auch bei uns immer mehr abgebaut, bis wir wieder unmenschliche Arbeitsverhältnisse haben.

Teilzeitarbeit, Befristung, Mini-Jobs: Der Anteil der Niedriglöhner ist weiter gestiegen. Damit setzt sich nach Ansicht der Experten ein langfristiger Trend fort.

In Deutschland arbeitet etwa jeder fünfte Beschäftigte im Niedriglohnbereich. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil der Bezieher von Niedriglöhnen leicht gestiegen: 2010 arbeiteten 20,6 Prozent aller Beschäftigten in Betrieben mit mindestens zehn Mitarbeitern für einen Niedriglohn, 2006 waren es noch 18,7 Prozent. „Mit dieser Steigerung setzte sich ein längerfristiger Trend fort“, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes.

Als Niedriglohn wird definiert, wenn der Verdienst weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns aller Beschäftigten beträgt. Diese Grenze lag nach Angaben der Statistiker 2010 bei 10,36 Euro Stundenlohn.

Ein Grund für den Anstieg ist laut Bundesamt die langfristige Zunahme der „atypischen Beschäftigung“: Die meisten Niedriglöhner sind Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenarbeitsstunden, befristet Beschäftigte, Zeitarbeiter und Mini-Jobber. Von ihnen erhielt fast jeder zweite einen Verdienst unter der Niedriglohngrenze. Bei geringfügig Beschäftigten lag der Anteil sogar bei 84 Prozent. Zum Vergleich: Bei unbefristet Beschäftigten mit mindestens 20 Wochenarbeitsstunden liegt der Anteil von Niedriglöhnern bei knapp 11 Prozent.

Besonders hoch war der Anteil von Beschäftigten mit Niedriglohn laut Statistischem Bundesamt bei Taxifahrern (87 Prozent), Friseuren (86 Prozent) und im Reinigungsgewerbe (82 Prozent). Aber auch im Gaststättengewerbe (77 Prozent) und in Kinos (74 Prozent) gab es besonders viele Beschäftigte mit Niedriglohn.

Kaum Investitionen in Betriebsrenten

Erstmals untersuchten die Statistiker auch, inwieweit zu einem Niedriglohn Beschäftigte einen Teil ihres Einkommens in eine Betriebsrente investieren: Dies sind nur sechs Prozent, was deutlich seltener sei als bei Beschäftigten mit mittlerem Verdienst (22 Prozent) oder mit hohem Verdienst (36 Prozent).

Die Untersuchung zeigt darüber hinaus, dass Niedriglöhne nicht generell durch Tarifverträge verringert werden können. Bei tarifgebundenen Arbeitgebern etwa wurden laut der Studie 12 Prozent unterhalb der Niedriglohngrenze bezahlt.

Individualismus gegen Klassenkampf

Familie, Haus/Eigentumswohnung, mindestens ein Auto, neuestes Smartphone und Fernseher, Versicherungen, und so weiter. All das soll Wohlstand, Glück und Sicherheit bieten und den Menschen von heute wichtig sein. So sagt uns das zumindest die Werbung. Jeder Mensch der arbeitet, hat sein Glück angeblich selbst in der Hand und wenns nicht reicht, hilft die Bank mit einem guten Kredit nach. Dass wir uns nur selbst versklaven, wird uns nicht gesagt. Alles hat seinen Preis, vom Kauf bis zum Unterhalt und wenns sein muss (und so ist es aber fast immer), dann muss ein Kredit nachhelfen. Alles zu- bzw. abzubezahlen wird zur Lebensaufgabe eines/einer Arbeiter_in. Die Wirtschaft will uns ein Gefühl der Einzigartigkeit vermittelt. Das was wir kaufen ist einzigartig, nichts ist so gut wie dieses Produkt. Auf der anderen Seite sollen wir denken, wir haben etwas ganz besonderes gekauft, dass nur uns in diesem Moment glücklich macht. Glücklich machen uns aber die Dinge langfristig nicht und so müssen wir immer neue Produkte kaufen, um uns zufrieden zu fühlen. Das wir aber hart dafür arbeiten müssen erwähnt keine_r. Damit ist das viele Arbeiten schon vorausgesetzt, also „normal“ oder wie man so sagt „ist halt so“. Gehst du hart arbeiten, willst du dir natürlich was gutes gönnen. Willst du dir was gutes gönnen, musst du aber viel arbeiten. Und so beginnt der Teufelskreis. Wir werden zu Einzelkämpfer_innen erzogen, die sich in der Arbeit durchsetzten sollen, um genug zu verdienen. Denn das Leben wird ja immer teurer und eine Krise folgt der nächsten, sodass immer Angst um den Arbeitsplatz herrscht. Aussichten auf Karriere oder einfach nur die Angst um die eigene Existenz, lässt uns dann immer mehr zu Gegner_innen statt zu Kollegen und Kolleginnen werden.

Und genau da liegt das Problem. Obwohl wir alle im selben Boot sitzen, verhalten wir uns zu oft Egoistisch und machen uns selber nur noch mehr kaputt. Die einen denken, wenn sie Karriere machen, geht es ihnen besser und die anderen denken, Hauptsache ich behalte meine Arbeit, sollen sie doch wen anders einsparen. Doch weder geht’s dem, der Karriere macht besser, noch schützt Egoismus vor Arbeitsplatzverlust! Die einzigen Gewinner im Kapitalismus sind nur die ganz hohen Chefs in den Konzernen. Alle anderen Arbeiten nur für sie und müssen ihre Leistung bringen. Wer also denkt, den anderen davon schwimmen zu können, in dem man härter arbeitet, denkt falsch! Denn genau das wollen die Kapitalisten, dass wir uns für sie kaputt arbeiten und denken, wenn wir hart arbeiten, erreichen wir schon was.

Leider funktioniert diese Lüge und so wurde der Gedanke eines Klassenbewusstseins aus den Köpfen der Menschen verdrängt. Dabei ist es sehr wichtig, zusammen zu halten und sich nicht zum modernen Sklaven machen zu lassen! Einsparungen treffen uns alle, ob Bandarbeiter_in, Meister_in, oder sonst wen in einer Firma (außer natürlich die höchsten Chefs, denn wer spart sich schon selbst weg…) und genau das ist das was uns verbindet. Wir entscheiden alle nicht über unser Wohl, sondern die Kapitalisten. Werden Mitarbeiter_innen eingespart bedeutet das für die einen Arbeitslosigkeit und für die anderen mehr Arbeit. Wir müssen endlich wieder lernen, dass wir in einem Boot sitzen! Wir gehören einer gesellschaftlichen Schicht an, der Arbeiterklasse. Und genau das müssen wir wieder begreifen, denn nur gemeinsam sind wir stark! Und nur gemeinsam können wir erreichen, dass es uns allen wirklich gut geht!

SOLIDARITÄT IST UNSERE WAFFE!

Solidarität ist unsere Waffe, weil wir nur zusammen stark sind! Leiharbeit, Befristung oder Kündigungen treffen einzelne, gemeint sind wir aber alle! Flexibilität heißt heute nicht mehr nur Überstunden und Samstagsarbeit, sondern auch unsichere Arbeitsverhältnisse. Deshalb ist es wichtig zusammen zu stehen und gemeinsam zu kämpfen! Wir sind alle auf sichere Arbeitsplätze angewiesen und wünschen uns das auch für unsere Kinder. Aber die Verhältnisse ändern sich wieder, eine Krise folgt der nächsten und die nutzen die Konzerne zu ihrem Vorteil aus. Immer weitere Einsparungen, immer mehr Anforderungen und immer weniger Rechte sind das Ergebnis dieser Politik. Was wir als kleine Leute denken, spielt mittlerweile keine Rolle mehr. Auch die großen Gewerkschaften sind auf der Seite der Kapitalisten und der wirtschaftstreuen Politik. Mehrere Gesetzte und Regelungen in Politik und Betrieben haben sie in den letzten Jahren schon zugestimmt, die die Verhältnisse nicht verbessert, sondern sogar verschlechtert haben. Weil eben auch die Gewerkschaften uns mittlerweile eher schlecht als gut gegenüberstehen, müssen wir selbst für bessere Verhältnisse sorgen! Gegeneinander arbeiten und sich gegenseitig stressen bringt uns nicht weiter! Stattdessen müssen wir zusammenhalten und gemeinsam für bessere Verhältnisse sorgen, weil wir alle betroffen sind! Gemeinsame Ziele schaffen und gemeinsam dafür kämpfen, denn nur gemeinsam sind wir stark!

Solidarität ist unsere Waffe!

In der nächsten Ausgabe (voraussichtlich Dezember) wird’s Praktisch. Denn sich immer nur aufregen nutzt nichts, es wird höchste Zeit zu handeln!

Außerdem gibt’s weitere Neuigkeiten rund um das Geschehen in der MAN und über Arbeitskämpfe außerhalb unserer Firma.

Bis dahin wünschen wir euch eine alles Gute! Bis bald

Schreibform mit Unterstrich

Wie euch schon aufgefallen ist, benutzen wir z.B. die Schreibform mit Unterstrich, mit der weiblichen Endung _in. Damit beziehen wir die weibliche Form bei sonst nur männlichen Formen von Wörtern mit ein. Das heißt z.B. „Arbeiter_in“. Hier ist der Arbeiter sowie die Arbeiterin gemeint. Da es aber auch Menschen gibt, die – aus welchem Grund auch immer – nicht in eine Geschlechterform eingliedert werden wollen oder können, benutzten wir für diese auch den Unterstrich.